Schalke liefert wieder

Auf dem Platz schlägt Schalke die Hertha aus Berlin mit 2:1 und macht dabei seine Fans glücklich. Abseits des Platzes sorgten Indiskretionen mal wieder dafür, dass eine wichtige Personalentscheidung von der Öffentlichkeit durchgekaut wird.

Die Schalker lassen sich abfeiern als wären sie Weltmeister geworden, obwohl sie 75 Minuten in Überzahl spielen und am Ende nur durch einen Konter im eigenen Stadion glücklich gewinnen.

… sagte Alexander Baumjohann nach dem Spiel. Enttäuscht, direkt nach Abpfiff, nichts was man ihm übel nehmen sollte. Tatsächlich weist er damit aber den Unterschied der aktuellen Schalker Phase zu vielen früheren hin, eben auch zu denen mit Alex Baumjohann in Blau: Das Stadion donnert wieder, man „feiert ab“, es macht wieder Spaß.

Diese Schalker Mannschaft stellt sich nach einer Führung nicht hinten rein und hofft auf Platz zum Kontern. Sie spielt nach vorne. Mal besser, mal schlechter, aber stetig. Natürlich hatte Schalke Glück, in diesem Spiel. Aber wieviel Glück hätte es für Hertha bedeutet, bei diesem Mehr an Torchancen für Schalke auch noch Punkte nach Berlin mitzunehmen?

Diese Schalker Mannschaft des André Breitenreiter liefert. Sie lieferte nun schon 9 Siege in 12 Pflichtspielen. Sie liefert aber vor allem das Gefühl, dass sie immer alles gibt, selbst wenn sie zwischendurch auch mal verdient verliert.

Außerdem liefert Schalke Gesprächsstoff und damit viel Tullus um Entscheidungsträger des FC Schalke 04 und des FSV Mainz 05. Vor 5 Tagen war zu lesen, dass Schalke den Vertrag mit Horst Heldt wohl nicht verlängern wolle und an Christian Heidel als Nachfolger interessiert sei. 5 Tage in der eine relativ kurze Meldung in Kombination mit ausbleibenden Dementi dazu auswuchs, dass Horst Heldt nun geneigt ist sein Gesicht zu retten, indem er einem offiziellen „nicht mehr gewollt sein“ mit einem „nicht mehr zur Verfügung stehen“ zuvorkommt.

5 Tage die auch Christian Heidel und Mainz 05 unter Druck setzten. Heidel ist seit 23 Jahren in Mainz. Er wird keinen Wechsel „durchdrücken“, das hat er klar gesagt, man kann Heidel getrost glauben. Der öffentliche Druck erschwert einen geordneten Abgang.

Schalke wird auch nach Horst Heldt einen Verantwortlichen fürs Sportliche haben, keine Frage. Die laute Öffentlichkeit macht den Club auch attraktiv. Doch gerade bei solchen Personalentscheidungen würde ich mir ein smarteres Vorgehen meines Clubs wüschen. Aber Smart ist nunmal das Gegenteil von Schalke.


Source: Königsblog

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