Dreizehnter Spieltag: Demütig im Martinssommer

Gestern und vorgestern war das Wetter sonnig und mild – nicht so sonnig und mild wie angekündigt, aber immerhin. Heute regnet es. Und das heißt:  Der „Martinssommer“,  von dem ich bis vor zwei Tagen noch nie etwas gehört hatte, liegt dann also hinter uns (auch wenn ich den Begriff ohnehin weniger mit dem heiligen St. Martin und dem November als mit einem anderen Martin verbinde und fast das Gefühl habe, er sei extra für ihn erfunden worden. ) Eintracht über dem grünen Klee Martin steht in der Kritik (das sind dann wohl die kurz nach dem Martinssommer einsetzenden Nachtfröste), ganz anders die Eintracht, auf die es rund herum Lob hagelt. Und spätestens seit sich auch Thomas Berthold in die allgemeine Lobhudelei eingereiht hat, kann einem Angst und Bang werden. Zwischen „Fußball zum Abgewöhnen“ und „Ich sehe nicht viele fußballerisch bessere Klubs zur Zeit“ liegen gerade einmal zwei Monate. Immer gut, wenn man sein Fähnchen rechtzeitig in den Wind hängt. Auch Niko Kovac bleibt seiner Linie treu: Er ist demütig und arbeitet. Ora et labora. Und folgerichtig ist auch für das Spiel heute gegen Leverkusen ebenso wie schon gegen Köln und gegen Mainz der obligatorische „Abnutzungskampf“ avisiert. Das ist ja ohnehin das, was wir  „Fans so lieben“  und da ist es ist gut, dass wir dank Fredi Bobic schon vor Jahr und Tag dafür bereit waren, zumal es ein großes Glück ist, dass dieser Abnutzungskampf wahlweise „intensiv“,  „unerbittlich“, mitunter sogar „anarchisch“ geführt werden kann. Gut, dass zumindest noch nicht vom Stellungskrieg die Rede ist. (Read more…)

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