Ein guter Zug

Ich spiele Schach, mehr schlecht als recht, aber sehr gerne. Obwohl die Nähe zwischen Schach und Fußball spätestens seit Otto Rehhagel („schachbrettartige Kombinationskonter“) und Felix Magath (passionierter Schachspieler) als verbürgt gilt, hat sich mir – vielleicht wg. einer vorurteilsbehafteten Systemfußball-Antipathie – der Zusammenhang nicht oder nur rudimentär und widerwillig erschlossen – bis jetzt. Mein Mit-Adler und ich haben in den vergangenen Tagen nach getaner Arbeit, in der Regel zu fortgeschrittener Abendstunde, die eine oder andere Partie der Schach-WM nachgespielt, die gerade zuende gegangen ist, und dabei ist mir aufgefallen, wie sehr sich das Schachspiel verändert zu haben scheint. Und siehe da: Diese Veränderung verläuft analog zu vielen Veränderungen im Fußball . Im Stadion stehen immer noch 22 Spieler auf dem Platz und versuchen Tore zu verhindern bzw. zu erzielen. Und auf dem Schachbrett wird immer noch klassisch spanisch, manchmal auch mit dem Damenbauer eröffnet oder (so Herausforderer Sergej Karjakin im entscheidenden WM-Tiebreak) sizillianisch verteidigt. Aber der Weg zum Sieg führt – auch bei offensiv geführten Spielen – immer über ein grundständig defensives, äußerst filigranes Spielsystem. Es geht – für beide Spieler – m ersten Schritt nicht vorrangig um den Sieg, sondern um die Dominanz auf dem Spielfeld. Ziel ist es die Null, das Remis, zu halten und  also zunächst die Offensivbemühungen des Gegners zu verhindern. (Read more…)

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